Technik

Orbis

Der Orbis gibt an, wie weit ein Aspekt vom genauen Winkel abweichen darf und dennoch als gültig zählt — er ist die Toleranzgrenze jeder Winkelbeziehung.

Der Orbis ist die Winkeltoleranz um einen Aspekt herum — wie weit zwei Planeten vom exakten Winkel entfernt sein dürfen, um noch als im Aspekt stehend zu gelten. Verschiedene Schulen arbeiten mit unterschiedlichen Orbis-Werten, doch ein brauchbarer Mittelweg lautet: 8° für die Hauptaspekte (Konjunktion, Opposition, Trigon, Quadrat), 5° für das Sextil, 2–3° für Nebenaspekte. Je enger der Orbis, desto deutlicher wirkt der Aspekt: Ein Quadrat mit 0,5° Abstand ist im Horoskop dramatisch präsenter als ein Quadrat mit 7° Abstand. Manche Astrologen variieren den Orbis je nach Planet — die Lichter (Sonne und Mond) erhalten größere Orbis-Werte (bis zu 10°), da sie die stärksten Kräfte im Horoskop darstellen; die äußeren Planeten bekommen bei Transiten engere Orbis-Werte, weil ihre langsame Bewegung jeden Aspekt zu einem Radix-Punkt ohnehin über Monate hinweg wirksam hält. Das Astro Diary bietet in den Benutzereinstellungen einen konfigurierbaren Orbis-Faktor, sodass konservativere Praktizierende die Schwellenwerte enger setzen können, während Traditionalisten sie weit halten dürfen.

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